Eine Geschichte von Clowns und wilden Bienen

Premiere März 2020

Imker Sven betreibt in seiner Parzelle eine Bienenzucht. Sven ist ein sympathisch Mensch, der seine Bienen liebevoll und sorgfältig begleitet. Er führt die Kinder mit seinen einfühlsamen und genauen Beobachtung durch die Welt der Insekten, beschreibt anschaulich ihr phänomenales Leben, das aus Struktur, Fleiß und Hingabe besteht. Sven kennt und beobachtet auch seine weitere Umgebung genau, kennt die Tiere und die Vegetation gut.


In der Nachbarschaft ist ein größeres, mit vielen Obstbäumen bestandenes Anwesen verkauft worden. Diese Bäume waren sichere Lebensgrundlage für Svens Bienen. Seitdem erscheint dort regelmäßig ein Gärtner, um vorhandenen Obstbäume mit Gift zu spritzen. Dieses bekommen auch die Bienen aus Svens Stock zu spüren. Bald wird Svens eigener Birnbaum durch die verschwindenden Bienen nicht mehr bestäubt.


Sven versucht, mit dem Gärtner ins Gespräch zu kommen, doch dieser scheint sich darauf nicht einlassen zu wollen. Er kommt und geht wie ein Phantom. Gemeinsam mit den Kindern berät Sven nun, was zu tun wäre. Wie kann es gelingen, den Mann davon zu überzeugen, mit anderen Mitteln die Obstbäume zu schützen?
Sven spielt mit den Kindern verschiedene Vorgehensweisen durch. Endlich passiert etwas. Der geheimnisvolle Mann ist offensichtlich in ein Wespennest getreten, das sich neben einem der Bäume im Boden befand und benötigt Hilfe, die Sven ihm gewährt. So kommen sie schließlich doch in Kontakt. Der Mann berichtet, dass er für sehr wenig Geld im Auftrag seines Chefs unterwegs ist, der verschiedene baumbestandene Partiellen aufgekauft hat. Da Obst immer knapper würde, wolle dieser die Obstbäume „optimieren“. Sven erklärt dem Mann daraufhin die ganze verfahrende Situation. Dieser schildert seinerseits, dass er abhängig von seinem Chef sei und es sich nicht leisten könne, gegen dessen Anweisungen zu verstoßen.


Wiederum werden die zuschauenden Kinder eingeschaltet. Haben sie eine Idee? Anhand verschiedene Optionen wird die Handlung nun mit den Kindern weitergesponnen und konstruktiv gelöst. Denn Prämisse im Stück ist, dass die Bienen gerettet werden sollen. Den Weg dahin können und sollen die Kinder mitgestalten.
Das Theaterstück wird von dem erzählenden Schauspieler in wechselnden Rollen gespielt.


Die Figuren, der Protagonist und der Antagonist, erfahren hierbei eine vielschichtige Darstellung, ihre Beweggründe werden dabei nachvollziehbar herausgearbeitet, denn dieses ist ein wichtiger Aspekt des Stücks: zu verstehen, warum Menschen etwas tun, was auch ihnen eigentlich schadet. Der giftspritzende Nachbar kommt zu Wort, er ist nicht einfach nur dumm. Er befindet sich in einer Zwangslage und weiß keine andere Möglichkeit sich zu helfen, weil, wie die Kinder verstehen, er nichts mit Bienen, ja nicht mal etwas mit den Pflanzen anzufangen weiß, die er mit Gift behandelt. Ist er lernfähig, kann er sein Verhalten und dessen Konsequenzen verstehen und ändern? Was ist hierfür notwendig?