Ägyptische Limonade

Philosophisches musikalisches Rhytmitcal mit Andi Steil

Premiere November 2020

A arbeitet in einem Reisebüro. Er ist verantwortlich für Gruppenreisen. Aber er denkt an Marlies, die in einer Filiale am anderen Ende der Stadt arbeitet. Er hat sie einmal auf der betrieblichen Weihnachtsfeier gesehen. Und seitdem dem denkt er 79% seiner Zeit an sie. As Bruder Kai ist erfolgreicher Konzertveranstalter und durch beide Ohren gebrannt. Er findet, sein schüchterner Bruder bräuchte mit 60 Jahren endlich eine Freundin und gibt ihm Tipps, wie man sich als Mann neu erfinden kann.


Aber A ist ein Träumer. Und ein Anarchist (noch) wider Willen. Er fragt sich Dinge, die sich wenige fragen, z.B. was der menschliche Verstand mit einer Amöbe zu tun hat. Und wie das geht, dass man sieht, dass man nicht sieht. Und er ist ein fantastischer Musiker. Begleitet seine verpoppten, schönen Lieder auf der kapverdischen Riesenkalimba, der südindischen Shruti-Box dem Theremin, und der Schweizer Doppelhang.


Andi Steil, bekannt als Mitglied der Oldenburger Formation „Blindfische“ und Solo-Comedian geht mit seiner neuen Produktion neue Wege. Mit einer Handvoll Requisiten, wie zwei Lochern und zwei Fahrradpedalen, aber mit präzisem und berührendem Spiel erzählt er vom mutigen Ausbruch eines in die Ecke Verschlagenen, der seiner eigenen Verrücktheit nicht über den Weg traute und sie als Manko verstand.


Abwechslungsreich, im Stil eines  Standup Künstlers breitet Steil die Gedanken seiner Figur aus und erzählt wie er schließlich das Herz von Marlies erobert, um mit ihrer Liebe ein Anderer zu werden, nämlich der, der er immer war.

Ägyptische Limonade ist ein kleines Wunder für Leute von 12-112 Jahren. Auf sehr positive Weise sehr ansteckend. Die subversiven Ideen seiner Figur, mit er sie sich und die Welt sieht, sind im wahrsten Wortsinn inspirierend. Andy Steil, der auf eine vierzigjährige Laufbahn als Musiker zurückblickt, zeigt seinen Können auf den verschiedenen Instrumenten und als mitreißender Darsteller. Dieses Projekt ist seine erste Zusammenarbeit mit dem Bremer Regisseur und Autor Hans König (theatre du pain), mit dem er dieses Stück entwickelt hat.